Ideenreich engagiert sein
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Gruppenfoto Auftakt ideenReich

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KirchenZeitung für das Bistum Aachen

Das Ehrenamt vor Ort auf neue Füße stellen

Diözesanrat startet in Kooperation mit dem Bistum Förderprojekt

Von Thomas Hohenschue. Etwas tief und nachhaltig zu verändern, braucht einen langen Atem. Das gilt auch für die Kultur von Ehrenamt in katholischen Gemeinden. Hier braucht es nach den strukturellen Umbrüchen der letzten Jahre neue Impulse.

Diese These ist der Ausgangspunkt für ein Projekt, das nach einer längeren Konzeptionsphase in den
letzten Monaten an Fahrt aufgenommen hat. „ideenReich engagiert sein“ heißt es und wird vom Diözesanrat
der Katholiken im Bistum Aachen durchgeführt. Dies geschieht in Kooperation mit der Hauptabteilung
Pastoral/Schule/Bildung im Bischöflichen Generalvikariat.

Beide Seiten haben ein hohes Interesse daran, dass sich nach all den Zusammenschlüssen zu großen
Pfarreien und Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) der Rahmen für ehrenamtliches Engagement
verbessert. „Die alten informellen Kanäle funktionieren nicht mehr, die bisherigen Beziehungsnetze,
die halfen, Ehrenamtliche zu gewinnen, tragen nicht mehr,“ resümiert Sonja Billmann, stellvertretende
Vorsitzende des Diözesanrats, die Analyse.

Und sie schließt das Ziel des Projektes gleich an: „Wir wollen neue Orte schaffen zum Beispiel für die Ehrenamtlichen, welche aus den Gemeindegremien rausgefallen sind.“ Diese neuen Orte sollen  Freiwilligenbüros sein, angesiedelt direkt bei der GdG oder der großen Pfarrei.

Ansatz wird in Modell-GdG ausprobiert

Auftrag dieser Freiwilligenbüros: das kirchliche Ehrenamt vor Ort neu vernetzen, fördern, qualifizieren,
nach professionellen Standards, wie es die Freiwilligenzentren der verbandlichen Caritas seit Jahren vorbildlich praktizieren.

Die „Strukturhilfe“, wie Manfred Körber vom Generalvikariat die Büros bezeichnet, soll die Verantwortlichen
in den GdG und Pfarreien darin unterstützen, eine angemessene Antwort auf die Veränderung der Motivation von Ehrenamtlichen zu geben. Körber wirbt für einen erweiterten Blick: „Ehrenamt müssen wir heute breiter
verstehen, als Dienst nicht nur für die Kirche, sondern für die Gesellschaft insgesamt.“

Die neuen Büros sollen diesem Gedanken Vorschub leisten und ihn ganz praktisch umsetzen. Das Projekt probiert den Ansatz in den nächsten Jahren in drei, vier Modell-GdGs aus, um darauf Rückschlüsse für das ganze Bistum zu ziehen. Interessenten trafen sich jetzt zum Auftaktworkshop. Die Willensbildung vor Ort
läuft. Hauptberuflich begleitet wird das Projekt durch Nicole Gabor, Referentin beim Diözesanrat.


Von Monika Herkens

Veröffentlicht am 13.06.2012

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